Karlsbad in Tschechien, wo man sich mit Kuren auskennt
Karlsbad ist der berühmteste Kurort der Welt.
Schon im 14.Jahrhundert wusste man um die heilende Wirkung der Thermalquellen,
1370 erhob Kaiser Karl IV den Ort zur Königsstadt. Aus „Vary“ (= Warmbad) wurde Karlsbad.
Zunächst wurden die Quellen nur für Bäder genutzt, später dann auch für Trinkkuren. Die bekannteste Quelle wird „Sprudel“ genannt, sie schießt bis zu 14 m in die Höhe, ist 72°C heiß und wirft 2000l pro Minute aus.
Karlsbad wurde mehrfach durch Hochwasser, Brände und Kriege weitgehend zerstört, aber immer wieder aufgebaut. Die Entwicklung des Kurbetriebs ging schubweise voran.
Dass 1711 und 1712 Zar Peter der Große in Karlsbad weilte, stärkte das Ansehen des Ortes als Heilbad enorm. Mitte des 19. Jahrhunderts verhalfen veröffentlichte Schriften über den Kurbetrieb, die Quellen und ihre Heilwirkung Karlsbad zu einem Kurort von Weltruf. Der Anschluss an das europäische Eisenbahnnetz 1870 trug wesentlich dazu bei, dass sich die Anzahl der Kurgäste auf fast 30.000 erhöhte, 100 Jahre zuvor waren es gerade 134 Familien, die Karlsbad besuchten.
Der erste Weltkrieg stellte einen tiefen Einschnitt in der Entwicklung Karlsbads dar, die mondäne Gesellschaft Europas, die sich hier zu treffen pflegte, hatte mit dem Ende der Monarchie andere Sorgen als Kururlaub.
Erst seit 1989 wird der Schwerpunkt wieder auf internationale Gäste gelegt, der Kurbetrieb wurde wesentlich modernisiert und an bestehende Standards angepasst, der Bereich Wellness hinzugefügt. Durch die natürlichen Gegebenheiten mit 14 Quellen in der Region, tiefen Wäldern rundum und einem milden Gebirgsklima sowie der jahrhundertelangen Kurtradition stellt Karlsbad heute wieder einen aufsteigenden Kurort dar, von dem noch viel zu erwarten ist.
