Radon Kuren in Tschechien - Alphastrahlen gegen Schmerzen
Radonkuren sind sehr speziell und nicht für jedermanns Wohlbefinden gedacht.
Radon ist ein Edelgas, farb- und geruchlos, leicht radioaktiv. Sehr leicht.
Schon 1906 wurde in St. Joachimsthal, dem heutigen Jachymov in Tschechien, das erste Radonbad eröffnet. In einem unterirdischen Silberbergwerk in Jachymov wurden Quellen mit hochwirksamem Radon entdeckt und zu Heilzwecken direkt in die Sanatorien geleitet. Patienten mit Rheuma, Arthrose oder Entzündungen des Nervensystems berichten von erstaunlicher Schmerzlinderung und deutlicher Besserung des Gesundheitszustands für Monate.
Bei einem Radonbad liegt der Patient etwa 20 Minuten in einer wohltemperierten Wanne, erst nach gründlicher Voruntersuchung wird Dauer und Dosis festgelegt.
Das Radon wird über die Haut aufgenommen, nach Expertenmeinung regen dann die Alphastrahlen die Selbstheilungskräfte des Körpers derart an, dass Entzündungen gehemmt werden und sich deutlich mehr Beweglichkeit einstellt. Dabei ist die Strahlenbelastung aber höchst gering, während einer dreiwöchigen Kur in Tschechien mit regelmäßigen Bädern nimmt man etwa so viel auf wie bei einem Röntgenbild. Das Gas verbleibt nicht lange im Körper, nach etwa 20 Minuten hat sich die Hälfte schon wieder verflüchtigt. Für Menschen, die durch ihre Erkrankung des Bewegungsapparats stark eingeschränkt und schmerzleidend sind, ist eine Radonkur eine echte Wohltat.
