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Kuren bei Kaiser Franz

Mittwoch, Mai 6th, 2009

stockxpertcom_id88506_size31Die Reisebranche hat es schwer zur Zeit, das ist inzwischen bekannt. Die Krise in der Konjunktur wirkt sich selbstverständlich auch auf das Urlaubsverhalten aus, man wird zögerlicher beim Buchen, Kuren erscheinen wie purer Luxus, weiss man doch nicht, was noch so auf einen zukommt.

Das ist aber eigentlich kein Grund, gänzlich auf echte Urlaubsentspannung zu verzichten. Sicher kann man auch Urlaub in der eigenen Stadt, dem eigenen Bundesland machen, aber so manchem fehlt dann zum wirklichen Urlaubsgefühl der prickelnde Reiz des Unbekannten, Fremden.

Osteuropa erweist sich hier als der Tipp der Saison.

In Tschechien hat man wieder an die alte Kurtradition angeknüpft. Nach den geschichtlichen Irrungen und Wirrungen schaut man jetzt nach vorn, besinnt sich auf die Gegebenheiten und ist bemüht, diese sinnvoll einzusetzen. Im böhmischen Bäderdreieck, einer Gegend mit überdurchschnittlich vielen natürlichen Heilquellen, hat man sich wieder ganz auf Kuren und Wellness spezialisiert. Die schönen, alten Kurhäuser wurden gründlich renoviert und den heutigen Anforderungen angepasst. Modernste Kur- und Wellnessanwendungen werden nun vor der Kulisse kaiserlicher Bäderarchitektur verabreicht. In Franzensbad beispielsweise, so benannt nach Kaiser Franz I, nicht nach dem Fußballkaiser, führen Kuren wahrhaftig zum Erfolg, denn hier stimmt die Mischung. Natürliche Heilquellen, Heilmoore und die saubere Luft am Rande des Gebirges werden ergänzt durch einen verkehrsberuhigten, freundlichen Ort, der sich ganz auf Kuren eingestellt hat. Erholung und Entspannung kann man in Franzensbad finden und Ausgeglichenheit im Gemüt.

Auch in Marienbad, wo schon Goethe und Wagner zu Gast waren, fühlt man sich schnell wohl. Excellente, prächtige Kurhotels mit historischen Fassaden und komfortablen Zimmern vermitteln einem schnell eine kaiserliche Atmosphäre. In den wunderschön gestalteten Parkanlagen mit der weltbekannten “Singenden Fontäne” lässt es sich vortrefflich flanieren. Sowohl Kuren als auch Urlaub führen in Franzensbad und Marienbad zur Entstressung, die Zeit scheint hier langsamer zu fließen, man findet zu seinem natürlichen Biorhythmus zurück, und harmonisiert schon dadurch seinen Organismus.

Der Weg zur Kur - Richtung Gesundheit und Entspannung

Dienstag, April 21st, 2009

Kur an der Ostsee

Der Weg zur Kur führt im Regelfall zuerst zu Ihrem Haus-, Fach- oder Betriebsarzt – auch wenn man die Kur vollkommen selbst finanziert. Möchte man die Leistungen der Krankenkasse oder des Rentenversicherungsträgers in Anspruch nehmen, dann gibt es keinen anderen Weg als über den Arzt. Hat dieser die Kur empfohlen, geht es weiter zur Krankenkasse. Dort wird geprüft, ob die Kur durch die Krankenkasse oder einem anderen Kostenträger finanziert werden soll. Hier erhält man auch alle notwendigen Formulare und Anträge auch für den Kur Zuschuss zur „offenen Bäderkur“.

Ansprüche auf die Kur

Alle Angestellten und Arbeiter sowie Arbeitslose, die rentenversichert sind bzw. es eine bestimmte Zeit lang waren

- Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse oder Ersatzkasse

- nicht erwerbstätige Hausfrauen, Rentner und Kinder, soweit sie selbst oder über einen Familienangehörigen krankenversichert sind

- Beamte oder Angestellte im Öffentlichen Dienstag

- Kriegsgeschädigte und Versorgungsberechtigte

- Sozialhilfeempfänger

Kurschwerpunkte

Wer die Kur vom Arzt empfohlen bekommt, erhält meist auch die Empfehlung für den passenden Kurort. Wer aber einen Gesundheitsurlaub plant und die Kur selbst organisieren möchte, sollte auf die Kurschwerpunkte der verschiedenen Kurorte und Länder achten.

Natürlich gibt es für viele hundert Leiden und Beschwerden spezielle Kurortbehandlungen. Der Deutsche Bäderkalender zählt nicht weniger als 257 einzelne Erkrankungen auf, die in Heilbädern und Kurorten therapiert werden können. Bei der Wahl des Kurortes sollte man sich auf jeden Fall beraten lassen oder sich ausführlich erkundigen.

Alternativ zur Kur in Deutschland kann man auch im Europäischen Ausland einen erholsamen Kururlaub verbringen. Polen, Tschechien, Slowakei oder Ungarn bieten erstklassige Kurangebote und traditionsreiche Heilbäder.

Polen

z. B. Bad Flinsberg…

Indikation: Erkrankungen des Bewegungsapparats, des Kreislaufs und der Atemwege wie z. B rheumatische Beschwerden und Entzündungen der Gelenke, chronische Entzündungszustände, Bechterew, Bluthochdruck, Neurologische Krankheiten, Migräne, Asthma, Psoriasis, Sklerodermie und Gicht.

Tschechien

z.B. Marienbad…

Indikation: Erkrankungen des Verdauungsapparats, Stoffwechsel wie Diabetes mellitus, Gicht, Bewegungsapparat, Zustände nach physischer und psychischer Erschöpfung.

Slowakei

z.B. Piestany

Indikation: Rheuma – selbst schwere rheumatische Erkrankungen können hier erfolgreich behandelt werden, Bewegungsapparat

Ungarn

z.B. Heilkur (am Plattensee)

Indikation: Chronische, entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparats, rheumatoide Arthritis (außer in der akuten Phase), Osteoarthritis der Wirbelsäule und der Gelenke, Rheumatismus der Weichteile, Schmerzen im unteren Rückenbereich, schmerzhafte Schultersteife, gynäkologische Erkrankungen, chronische, periferikale Kreislaufstörungen, chronische Erkrankungen des Atmungssystems…